Österreichisches Bundesheer Truppenübungsplätze

Österreichisches Bundesheer Truppenübungsplätze

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Informieren Sie sich, wie das Österreichische Bundesheer im Rahmen der militärischen Landesverteidigung seine Truppenübungsplätze in einer Art und Weise bewirtschaftet, dass neben dem militärischen Schießbetriebes auch eine extensive  Land-, Forst- und Jagdwirtschaft betrieben wird und somit ein einzigartiger Naturraum als Rückzugsort für bedrohte Tier- und Pflanzenarten entsteht.

Beschreibung

Im Rahmen der „Umfassenden Landesverteidigung“ ist das Österreichische Bundesheer für die militärische Landesverteidigung zuständig. Damit verbunden ist es notwendig, im Rahmen der Einsatzvorbereitung die Verbände des Bundesheeres entsprechend auf die möglichen Einsatzszenarien vorzubereiten. Zu diesem Zwecke stehen dem Bundesheer über das Bundesgebiet verteilt fünf Truppenübungsplätze zur Verfügung. Diese dienen vor allem dem Üben im scharfen Schuss, wobei zum Beispiel am Truppenübungsplatz Allentsteig auch der Kampf der verbundenen Waffen praktiziert werden kann.

 

Die Truppenübungsplätze werden, und das ist eine österreichische Besonderheit, durch das Bundesheer selbst gepflegt. Dies wird durch das Naturraummanagement sichergestellt, dessen Aufgabe es ist, ein Abbild einer mitteleuropäischen Kulturlandschaft zu schaffen und zu erhalten, damit sich das Heer möglichst zeitlich und räumlich unbegrenzt auf einen möglichen Einsatz vorbereiten kann. Dazu werden diese Flächen mittels land-, forst- und jagdwirtschaftlichen Methoden so bewirtschaftet, dass die Verbände auf den Flächen eine Kulisse vorfinden, vor welcher das Bundesheer in einem Konfliktfall seine Verteidigung zu führen hätte. Da bei dieser Bewirtschaftung natürlich immer die militärischen Interessen Priorität haben, wurde ein integriertes Managementverfahren ermittelt, um alle notwendigen Pflegemaßnahmen unter dem Primat der militärischen Nutzung konfliktfrei durchführen zu können.

 

Dieses „Abbild“ einer mitteleuropäischen Kulturlandschaft, welches unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit entsteht, ist ein einzigartiger Rückzugsbereich für viele seltene Tier- und Pflanzenarten und so verwundert es nicht, dass alle Truppenübungsplätze Natura 2000 Schutzgebiete sind. Das Bundesheer ist sich in diesem Zusammenhang seiner großen Verantwortung bewusst und beteiligt sich daher aktiv an mehreren Forschungsprojekten wie zum Beispiel dem längsten Wolfforschungsprojekt in Österreich sowie bei Projekten im Rahmen der Waldbrandvorhersage.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass durch die militärische Nutzung der Landschaft ein einzigartiger Naturraum entstehen konnte, der vielen Tier- und Pflanzenarten als Rückzugsort dient und somit der Spruch: „Wo Panzerketten walten, kann sich die Natur entfalten!“ einen sehr wahren Kern hat.


H1GES

Stand:

01-0402

Webseite

http://www.bundesheer.at

E-Mail

andreas.berger@bmlv.gv.at

Telefon

0043 50201 31 42800

Adresse

Österreichisches Bundesheer Truppenübungsplätze
Rossauer Lände 1
1090 Wien
Österreich