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13.05.2022

DJV: „Deutschland hat weltweit höchste Wolfsdichte“

Der deutsche Jagdverband kritisiert die Passivität der Politik bezüglich der Rückkehr der Wölfe. „Die wirtschaftliche und soziale Akzeptanzgrenze ist erreicht.“ Wie die konkreten Forderungen nun aussehen.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert die Politik auf, bundesweit gültige Managementmaßnahmen für den Wolf auf den Weg zu bringen. Für die Bundesländer soll künftig „europarechtskonform ein regional differenziertes Bestandsmanagement" möglich sein. Auch dürfen wolfsrudelfreie Gebiete kein Tabu sein.

Konfliktärmeres Zusammenleben

Vor dem Hintergrund der anstehenden Konferenz der Umweltminister fordert der Dachverband der Jäger: Das Zusammenleben von Mensch, Weidetieren, Wolf und anderen Wildtieren muss künftig konfliktärmer gestaltet werden. "Deutschland hat schon jetzt die weltweit höchste Wolfsdichte, Risse von Pferden, Rindern und Schafen nehmen rasant zu. Es ist höchste Zeit, zu handeln", sagte DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke.

Wirtschaftliche und soziale Akzeptanzgrenze ist erreicht

In einigen Regionen Deutschlands ist die wirtschaftliche und soziale Akzeptanzgrenze für den Wolf erreicht. Ökologische Kriterien allein reichen deshalb nicht für die Bewertung der Eignung eines Lebensraumes. Spielräume müssen von den politischen Akteuren konsequenter genutzt werden. 

Anders als Deutschland regulieren Frankreich und Schweden den Wolfsbestand bereits erheblich, obwohl er auch dort streng geschützt ist. Es darf kein Tabu sein, künftig Gebiete auszuweisen, in denen sich keine Wolfsrudel dauerhaft niederlassen dürfen. Das wäre im Sinne von naturverträglicher Weidewirtschaft, Deichpflege und zum Schutz gefährdeter Tierarten.

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Rechtssicherheit für Wölfe

Weiterhin fordert der DJV unter anderem tierschutzgerechte, bundesweit gültige Regelungen für den Umgang mit schwer verletzten Wölfen – etwa nach Wildunfällen. Ebenso klare Notstandsregelung für Wolfsangriffe: Sie müssen Vorgaben aus dem Strafgesetzbuch und dem Bürgerlichen Gesetzbuch sinnvoll ergänzen. Ziel ist Rechtssicherheit für Halter von Jagdhunden und Nutztieren.

Die Population wächst und gedeiht

Nach Auffassung zahlreicher Wissenschaftler und Wildbiologen stand der Erhaltungszustand der deutsch-westpolnische Population des Wolfs nie in Frage. Ein genetischer Austausch zwischen den Subpopulationen ist vielfach nachgewiesen. Der DJV fordert die Bundesregierung auf, schnellstmöglich Schwellenwerte für die Entwicklung der Population zu definieren. Durch diese der günstige Erhaltungszustand des Wolfes festzustellen ist.

Deutscher Jagdverband/LR

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