16.03.2022

Jagdreferent: „Wolf hat im Kärntner Siedlungsgebiet nichts verloren“

Der bei Almwirtschaften gefürchtete Wolf durchstreift in Kärnten ein Siedlungsgebiet. Jagdreferent Martin Gruber erklärt, was nun mit dem Tier geschehen wird.

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Wölfe meiden in der Regel die Nähe zum Menschen

In der Ortschaft Drußnitz, Gemeinde Stockenboi, kam es am Wochenende zu einer Wolfssichtung, die per Videoaufnahmen dokumentiert und mittlerweile von Wildbiologen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bestätigt wurde. Der Wolf hielt sich dabei in unmittelbarer Nähe zu einem Wohnhaus und umzäunten landwirtschaftlichen Flächen auf. „Genau solche Situationen haben wir in der Wolfsverordnung mit den Regelungen für Risikowölfe berücksichtigt, die uns jetzt eine rasche Handhabe ermöglichen“, informiert Jagdreferent Martin Gruber.

Auch Wölfe müssen sich an die Gesetze halten

Laut Verordnung sind nun zwei Vergrämungsschritte zu setzen, sollte der Wolf wiederkehren: im ersten Schritt muss versucht werden, ihn durch optische oder akustische Reize zu verscheuchen, zeigt er sich erneut, darf im zweiten Schritt ein Jagdausübungsberechtigter ihn durch einen Warn- bzw. Schreckschuss vergrämen. Lässt sich das Tier auch dadurch nicht dauerhaft von dem bewohnten Gebiet fernhalten, darf der Wolf entnommen werden. „Fälle wie diese zeigen, wie wichtig es war, mit der Wolfsverordnung ein klares Vorgehen für die Sicherheit der Bevölkerung und zum Schutz der Nutztiere festzulegen. Ich will, dass unsere Kinder auch weiterhin sorgenfrei im Garten spielen können und die Bauern ihre Tiere im Freien halten - daher hat der Wolf im Kärntner Siedlungsgebiet nichts verloren!“, so Gruber.

Quelle: Kärntner Landesregierung (Wedenigg/Vouk/LR)

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Wolfsverordnung ermöglicht rasches handeln bei Problemwölfen

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