Rasseportrait: Welsh Terrier

Besonders in Mitteleuropa weiß man die jagdlichen Talente des kleinen Briten mit den treuen Augen zu schätzen. Das ist aber bestimmt nicht das einzige Talent des kleinen Draufgängers. Was der Welsh Terrier noch kann.

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Der Welsh Terrier ist bekannt als lebhafter und temperamentvoller, aber sehr gelehriger Hund. Er wird gerne als Familienhund, aber auch für Shows und im Hundesport gehalten. In Österreich, Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei hat man sein jagdliches Talent erkannt und gefördert. Ob im Wasser, im Wald oder am Feld – der kleine Terrier hat vor allem bei der Nachsuche und beim Stöbern die Nase vorne. Da er vielseitig einsetzbar ist, ist er auch bei der Jagd auf Schwarzwild, bei der Baujagd und bei der Wasserarbeit am Start. 

Die älteste Jagdrasse des Terriers

Er wurde unter den rauen Bedingungen von Nord-Wales gezüchtet und dabei bei der Jagd auf Otter, Fuchs und Dachs genutzt, gleichzeitig aber auch als Wachhund. Der Welsh Terrier gilt als die älteste Jagdrasse des Terriers. Sein Standard wurde schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts herausgegeben. 

War die Zucht zuvor eher auf Wales beschränkt, trat nun der Welsh Terrier seinen Siegeszug rund um die Welt an. Es erfolgten Exporte nach Europa, nach Amerika und auch nach Südafrika. Seit dem Jahr 1980 ist der Welsh-Terrier auch im Österreichischen Jagdgebrauchshundeverband (ÖJGV) registriert. 1983 und 1984 wurden die ersten klubeigenen Prüfungen mit sehr gutem Erfolg abgehalten.

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„Kleiner Airedale Terrier“

Mit einer Widerristhöhe von 36 bis 39 cm und einem Gewicht zwischen acht und zehn Kilogramm gehört der Welsh Terrier zu den mittelgroßen Hunderassen. Aufgrund seines Körperbaus ist er schnell und hat mehr Kraft als man zuerst vermuten mag. Der „schwarze Sattel“ als Fellzeichnung und die damit verbundene Ähnlichkeit zum Airedale Terrier bescherte ihm den Spitznamen „Kleiner Airedale Terrier“. Da er nicht haart, ist er nicht nur in vielen Haushalten beliebt, sondern auch für Allergiker geeignet.

Kleiner Hund mit viel Energie

Wird der Welsh Terrier nicht jagdlich geführt, muss er auf jeden anders Fall ausgelastet werden. Nur „Gassi“ zu gehen, ist für den temperamentvollen Vierbeiner zu langweilig. Der Geist muss genau so gefordert werden, wie der Körper. Obwohl er als leichtführig gilt, darf die Sturheit des Terriers nicht vergessen werden. Mit einer konsequenten Erziehung ist er ein idealer Familienhund und auch im Hundesport vielseitig einsetzbar.

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