Die Hohe Jagd & Fischerei
10. - 13. Juni 2021
Messezentrum Salzburg

Rasseportrait: Rauhaardackel

Der kleine, aber robuste Jagdbegleiter wird gerne unterschätzt – zu Unrecht. Als einer der wohl bekanntesten Hunderassen hat er sich als richtiger Allrounder in der Jagd etabliert. Was ihn so besonders macht. 

Die Hunderasse Dackel teilt sich in drei verschiedene Haarkleider. Ein verlässlicher, robuster und beliebter Jagdbegleiter ist der Rauhaardackel, der, wie der Name schon sagt, mit einem dichten und drahtigen Fell ausgestattet ist. Mit seiner Größe, Charme und Charakter ist er nicht nur ein Spezialist in der Baujagd. Was macht den Rauhaardackel also zum Allrounder? 

Von der Bracke zum Dackel

Der Dackel selbst ist eine Hunderasse aus Deutschland. Sein Ursprung liegt rund 2.000 Jahre zurück, als keltische Stämme die sogenannten „Bracken“ für die Jagd züchteten. Die Römer beschrieben ihn bereits als Hund mit ausgeprägtem Jagdsinn. Die Keltenbracke gilt somit als der Urvater des heutigen Dackels. Dieser hat zwar noch sehr viel mit seinen Ahnen gemeinsam, wurde aber kleiner gezüchtet, um so seiner Bestimmung, der Baujagd, besser nachgehen zu können. Füchse, Dache und sogar Kaninchen sind seine Spezialität. Auch heute wird er oft noch Dachshund genannt, gemeint ist damit aber der Dackel oder auch Teckel. 1879 wurden in Deutschland erste Rassekennzeichen aufgestellt und der erste Club, der „Deutsche Teckelclub“, gegründet.

Beschreibung des Rauhaardackels

Der Standard-Rauhaardackel hat einen Brustumfang von mehr als 35 Zentimeter und ein Gewicht von vier bis neun Kilogramm. Zwerg-Rauhaardackel haben einen Brustumfang von 30 bis 35 Zentimeter und ein Gewicht zwischen gut drei und vier Kilogramm. Die kleinste Version des Rauhaardackels ist der Kaninchen-Rauhaardackel mit mindestens drei Kilogramm.
Die Lebenserwartung liegt bei 12 bis 15 Jahren. Seine Fellfarbe ist hell- bis dunkelsaufarben bzw. dürrlaubfarben. 

© Shutterstock

© Shutterstock

Warum hat der Dackel so kurze Beine?

Seine kurzen Beine sind wohl das auffälligste Merkmal eines Dackels. Das äußerliche Hauptkennzeichen aller Dackel ist die Niederläufigkeit oder auch Chondrodystrophie genannt. Das beschreibt eine Mutation des Knorpels, die bei Röhrenknochen einen Zwergwuchs erzeugt. Dies macht man sich in der Zucht zum Nutzen um Funktion des Dackels bei der Jagd zu verbessern.

 

Der Rauhaardackel in der Jagd

Aufgrund seiner Größe wird der Dackel gerne mal unterschätzt – zu Unrecht. Aufgrund seiner Fähigkeiten und langen Geschichte ist er aus der Jagd nicht mehr wegzudenken. Gerade in der Baujagd von Fuchs und Dachs ist er ein ausdauernder Alleinjäger. Sein starker Wille, seine Behaglichkeit und sein Mut bestärken ihn auch darin, selbständig Entscheidungen zu treffen. Er besitzt von Natur aus eine gewisse Raubzeugschärfe. Teilweise artet dieser Charakterzug auch in Sturköpfigkeit und Eigensinn aus. Trotzdem lässt er sich gut erziehen und führen. 

Durch seine hervorragende Spürnase eignet er sich auch für das Nachsuchen. Je nach Ausbildung arbeitet der Dackel auch fleißig im Wasser und apportiert durchaus auch Enten. Immer öfter sieht man ihn auch bei Drück- und Stöberjagden, wo er mit seiner Ausdauer mit den „Großen“ gut mithält.

© Shutterstock

Dackel als Begleithund?
Für den Rauhaardackel stehen die Jagd und die Natur immer an erster Stelle, er ist aber auch sehr gerne bei seinen Menschen. Dann genügt ihm auch schon mal ein entspannter Spaziergang. Er ist gut erziehbar, braucht aber klare Regeln. Mit dem bekannten Dackelblick erlaubt er sich gerne mehr, als er eigentlich sollte ;)