Die Hohe Jagd & Fischerei
10. - 13. Juni 2021
Messezentrum Salzburg

Rasseportrait: Parson Russell Terrier

Ein kleiner Hund mit großem Herz, viel Energie und ein wenig Sturheit. Der Bauhund aus England findet seinen Einsatz vor allem in der Fuchsjagd. 

„Stur wie ein Terrier“ ist nicht an den Haaren herbeigezogen, wie er immer wieder unter Beweis stellt. Seine Willensstärke wirkt sich vor allem im jagdlichen Einsatz positiv aus. Kaum eine Rasse sprengt den Fuchsbau so erfolgreich wie der Parson Russell Terrier. Hat der Terrier jedoch seine tägliche Dosis an Action bekommen, zeigt er seine weiche Seite und kuschelt auch ganz gerne mit Herrchen oder Frauchen.

Wie der Terrier zu seinem Namen kam

Terrier an sich kommt aus dem lateinischen, also „Terra“, was „für Erde“ bedeutet. Erstmals tauchen sie bei den Römern auf, im Mittelalter halten sie die Ratten aus den Pferdeställen fern und beschützen das hauseigene Vieh, vor allem vor dem Fuchs. Um den Füchsen weiter auf den Pelz zu rücken, wurden die Terrier in den Fuchsbau geschickt. All diese Aufgaben erfordern eifrigen Einsatz, besonderen Mut, selbständiges Denken und so genannte Raubzeugschärfe. 

 

Sehr für die Arbeit unter der Erde geeignet

Der Parson Russell Terrier wurde ein vielseitiger Jagdhund, der nicht nur für die Arbeit unter der Erde geeignet ist. Im 19. Jahrhundert war der englische Pastor Jack Russell ein erfolgreicher Jäger, Reiter und vor allem Züchter von Foxterriern. In Australien konnte erst mit Hilfe seiner Hunde eine Fuchsplage eingedämmt werden. Zum Dank hierfür benannte man diese Hunde schließlich nach ihrem Züchter, dem Parson „Jack Russell“ Terrier.

Das Größenspektrum war recht breit, die einen waren eher kurzbeinig, die anderen eher hochläufig. Züchterische trennte man die beiden Linien dann. Die Kurzbeinigen blieben die Jack Russell Terrier und als Parson Russell Terrier betitelte man dann die Hochbeinigen. 

Der Terrier ist stehts aufmerksam, es entgeht ihm nichts.
© BB´s Fotokiste.

© Kreuzmann

Nicht immer wird dem Hundeführer gehör geschenkt, besonders wenn eine Fährte aufgenommen wurde.
© Kreuzmann

Vom Bauhund zum Allrounder

Seine Passion im Bereich der Bauarbeit ist seine Stärke, da seine Fähigkeiten auf diesem Gebiet tief verwurzelt sind. Durch seine Intelligenz, gepaart mit Mut und ausreichender Schärfe ist er der perfekte Sprenger. Auch bei Drück- und Bewegungsjagden zeigt der Parson sein Können. Durch seine Führerbezogenheit und seinen Jagdverstand arbeitet er hervorragend vor der Treiberwehr, ist aber auch bereit, Wild über mehrere hundert Meter zu verfolgen und zu stellen. Auch die Nasenleistung der kleinen Hunde ist beachtenswert, wie er gerne beim Nachsuchen beweist.

 

So groß ist der Parson

Die Widerristhöhe des Parson liegt bei 33 bis 36 cm bei einem Gewicht von 8 bis 10 kg. Die Lebenserwartung von rund 12 Jahren wird in vielen Fällen überschritten. Sein Fell ist weiß und hat in der Regel schwarze und braune Abzeichen. 

 

Was der Terrier macht, wenn er nicht jagt

Der Parson Russell Terrier wuselt heute auch in vielen jagdfreien Haushalten herum. Aufgrund seiner Größe ist er auch der ideale Begleiter für Freizeit, Sport oder als Familienhund. Ob im Reitstall oder Ausritte begleitend, im Agility Parcours oder sogar auf der Kinoleinwand als tricksender Hauptdarsteller machen sie eine gute Figur – wenn sie wollen.