Die Hohe Jagd & Fischerei
24. - 27. Februar 2022
Messezentrum Salzburg

Rasseportrait: Bayerischer Gebirgsschweißhund

Sein sanftmütiges Wesen macht ihn zum ruhigen und ausgeglichenen Begleiter. Aber er ist auch Jagdhund durch und durch. Wir begeben uns auf die Spur des Bayerischen Gebirgsschweißhunds. Welche Stärken bringt er mit?

Ein Vollblut-Jagdhund mit hellwachen Sinnen, aber ohne Nervosität. So lässt sich der Bayerische Gebirgsschweißhund mit wenigen Worten beschreiben. Er ist anhänglich gegenüber seinem Besitzer und zurückhaltend gegenüber Fremden. Ein wahrer Arbeitshund und idealer Jagdbegleiter.

Fürs Bergrevier gezüchtet

Wie alle Leit- und Schweißhunde stammt der Bayerische Gebirgsschweißhund von den Urjagdhunden, den Bracken, ab. Die Rasse entstand Ende des 19. Jahrhunderts, da sich der Hannoversche Schweißhund als zu schwer für die Arbeit in bergigem Gelände erwies. Aus diesem Grund entstand die Kreuzung mit der roten Gebirgsbracke, um einen besonders beweglichen Hund zu erhalten. Im Laufe der Zeit verdrängte der Bayerische Gebirgsschweißhund die anderen Rassen aus den Bergrevieren und wurde zum klassischen Begleiter der Förster und Berufsjäger. Im Jahr 1912 wurde der „Klub für Bayerische Gebirgsschweißhunde“ in München gegründet, dem bis dato einzigen anerkannten Zuchtverein dieser Rasse.

Von tiefrot bis semmelfarben

Tiefrot, hirschrot, rotbraun, rotgelb, auch fahlgelb bis semmelfarben oder rotgrau – so vielfältig können die Farben des Bayerischen Gebirgsschweißhundes sein. Wichtig ist, dass die Farbe den Hund bei seiner jagdlichen Arbeit tarnt und nicht etwa durch weiße Abzeichen verraten kann. Ein kleiner heller Brustfleck, der sogenannte Brackenstern, ist allerdings zulässig. Diese Kriterien muss das Haarkleid aber in jedem Fall erfüllen: Es soll dicht, glatt anliegend, mäßig rau und mit wenig Glanz sein. Insgesamt ist er ein kräftiger mittelgroßer Hund mit etwa 44 bis 52 cm Widerristhöhe und einem Gewicht von 17 bis 30 kg. Für seine Körpergröße hat er eher kurze Läufe.

© Shutterstock

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Meister der Nachsuche

Der Bayerische Gebirgsschweißhund ist durch und durch Jagdhund. Diese Arbeit braucht er für sein arttypisches Leben. Seine besondere Stärke liegt im starken Spurtrieb, außerdem ist er ein Meister der Nachsuche. Mit Langlebigkeit, Vitalität und Gesundheit gesegnet, kann diese Hunderasse über einen sehr langen Zeitraum zum Einsatz kommen. Weitere Vorzüge sind seine Fährtensicherheit und -treue, seine absolute Wesensfestigkeit und Wildschärfe. Voraussetzung für die Erlangung und den Erhalt dieser jagdlichen Fähigkeit ist die fachgerechte Ausbildung des Vierbeiners.

Treuer Begleiter

Wenn er – so wie es seiner Jagdleidenschaft entspricht – beschäftigt wird, ist er auch abseits des Reviers ein angenehmer und vor allem treuer Begleiter. Als reiner Familien- oder Begleithund eignet er sich allerdings nicht. Eines ist aber sicher: Zusammen mit dem sanftmütigen Bayerischen Gebirgsschweißhund die Natur zu erkunden, ist ein ganz besonderes Erlebnis.

Ein Text von Sandra Hribernik