Hohe Jagd & Fischerei Onlinetag

Um Community, Besucher und Aussteller das Warten auf das nächste physische Aufeinandertreffen zu verkürzen, tritt die „Hohe Jagd & Fischerei“ erstmals via Livestream auf. Gemeinsam mit dem Medienpartner „Weidwerk“ nahmen am 13. März hochkarätige Gäste aus den Bereichen Jagd und Fischerei im Studio Platz. Der Bogen spannte sich von überbordenden Freizeitaktivitäten in den Revieren über das Tabuthema Naturpelz bis hin zu fairen, regionalen Wildbret sowie Fisch und den Möglichkeiten einer modernen Jagdpädagogik.

Sendung verpasst? Jetzt hier einzeln nachsehen!

„Respektiere Deine Grenzen“. Dieser Slogan hat durch die Corona‐Lockdowns mehr Bedeutung gewonnen denn je. Immer mehr Naturnutzer strömen nach draußen, verlassen markierte Wege und Routen und dringen bis in die Einstandsgebiete des Wildes vor. Und das ohne Rücksicht zu allen Tages‐ und Nachtzeiten (z. B. Vollmond‐ Schneeschuhwanderungen). Das Wild befindet sich im „Energiesparmodus“, gerät in Panik und muss in wenig geeignete Habitate ausweichen, Wildschäden können die Folge sein. Wie können die letzten Refugien des Wildes geschützt werden?

Naturpelz vs. Kunstpelz. Weil man das offenkundige Tierleid in Pelztierfarmen nicht unterstützen will, greift man heute in der Regel zu Kunstpelz. Dabei gibt es eine Alternative, die weitaus ressourcenschonender und nachhaltiger ist: Naturpelz aus nachhaltiger heimischer Jagd. In Österreich kommen jährlich etwa 60.000 bis 70.000 Rotfüchse zur Strecke und liefern, im Winter erlegt, ein wertvolles Fell. Wäre es nicht sinnvoller, etwa die Fuchsbälge zu modischen Accessoires zu verarbeiten anstatt auf Kunstpelz zu setzen und damit – weil aus Erdöl hergestellt – den Planeten unnötigerweise zu belasten?

Als besonderes Schmankerl wirft Jäger-Asador Jürgen Kernegger den Griller an und zeigt uns, wie einfach die Zubereitung von köstlichem Wildbret gehen kann.

Wild & Fisch aus der Natur. Corona hat in unserer Konsumgesellschaft eine Änderung des „Mindsets“ herbeigeführt – es werden mehr Produkte direkt beim Bauern, Jäger oder auch beim Teichwirt gekauft. Die Direktvermarktung hat in Österreich generell um etwa 41% zugenommen, Tendenz weiter steigend. Wo liegen, vom weitaus besseren ökologischen Fußabdruck abgesehen, die Vorteile regionaler Produkte?

Jagdpädagogik. Da sich die Gesellschaft immer mehr von den Kreisläufen der Natur zu entfernen scheint, werden der Tod und das Sterben zunehmend tabuisiert. Gerade auch medial gut repräsentierte Strömungen, wie Vegetarismus oder Veganismus, erschweren die Argumentation für Jägerinnen und Jäger, da ihre Aufgaben gern auf das Töten von (Wild‐)Tieren reduziert werden. Was übrigbleibt, ist ein verstaubtes und leider auch zweifelhaftes Image der Jagd, das es zurechtzurücken gilt. Aber wie könnte das gelingen?

HINWEIS: Änderungen und Schreibfehler vorbehalten

Der Moderator wurde eingekleidet von Preßl GmbH - Das Mostviertler Trachtenhaus

In Zusammenarbeit mit

Powered by